Mittwoch, 28. Januar 2026

Rabid

Autor/in: Ivy Asher und Raven Kennedy
Verlag: Kyss
Seitenzahl: 432
Erscheinungsdatum: 12.12.2025
Zeitraum: 20.01.2026 - 27.01.2026
Bewertung: 4 Sterne
Band der Reihe: 1/1

Inhalt:
Ich träume schon mein ganzes Leben davon, mich endlich in eine Wölfin zu verwandeln. Wie jedes Mitglied meines Rudels muss ich dazu ein Ritual vollziehen. Doch ein brutaler Angriff auf mich lässt dieses Ritual völlig aus dem Ruder laufen: Die Verbindung geht schief, und anstatt meine Wölfin zu kontrollieren, kontrolliert sie mich. Wir sind eins und doch getrennt. Wild, ungezähmt, zornerfüllt. Statt mir zu helfen, verstoßen meine eigenen Leute mich. Sie setzen mich auf dem Land des Ruin-Falls-Rudels aus, das mehr Monster als Wolf oder Mensch sein soll. Und das größte Monster von ihnen ist ihr Alpha: Tyran. Doch meine Wölfin scheint zu glauben, dass dieser Alpha genau der Richtige für uns ist, egal, wie grausam sein Ruf ist. Und es interessiert sie nicht im Geringsten, dass ich anderer Meinung bin.

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Obwohl das Buch eine sehr brutale und direkte Art und Weise hatte, konnte es mich emotional packen und mit seinen Themen überzeugen. Auch wenn es nicht ganz zu 100% meinen Geschmack getroffen hat, fand ich es unterhaltsam und kann es deshalb auch weiterempfehlen.

Das Setting des Buches ist spannend, auch weil der Kontext der Welt sehr beschränkt blieb und man dennoch nicht das Gefühl hatte, dass man etwas verpassen würde. Das grundlegende Setting wurde dabei schlüssig und lückenlos eingeführt, ohne zu erklären, warum und wie die Magie soweit überleben kann, was es aber auch nicht gebraucht hat. Dadurch, dass man sowieso nur bei den Rudeln war, hat sich das Ganze sehr stimmig angefühlt und man konnte schnell und unkompliziert in die Welt der Protagonistin eintauchen. Der Schreibstil mochte ich grundsätzlich auch sehr gerne, auch wenn ich wie gesagt das Thema Dark Fantasy nicht ganz fühlen konnte. Mir persönlich ist es einfach jeweils zu sexuell aufgeladen und die Sprache zwischen den Figuren zu derb. Dies ist aber mein persönlicher Geschmack und ich kreide es dem Buch nicht an, da diese Tatsache klar deklariert wird. Ich finde aber auch, dass sich dies im Rahmen hielt und mich dennoch nicht gross gestört hat. Es konnten durchaus schöne Emotionen und spannende Momente aufgebaut werden, die ich sehr genossen habe. 

Die Protagonistin Seneca ist eine starke Frau, die bereits zu Beginn der Geschichte mit ihren eigenen Kopf und ihren Werten hervortritt. Als jedoch ihre Mutter stirbt, erlischt ihr Schutz vor dem grausamen Alpha ihres Rudels und sie befindet sich in einer ausweglosen Situation. Obwohl ihr Ritual schief läuft und sie mit ihrer Wölfin nicht zu einem werden kann, beweist sie auch da Stärke und Mut und kann sich somit vor ihrem Rudel retten. Auch diese Tatsache bestätigte die eigensinnige Haltung von Seneca, die ihr aber auch immer wieder Steine in den Weg legen wird. Obwohl ich sie für ihren Charakter gefeiert habe, war sie manchmal etwas unablässig stur und hat mit vorschnellen Entscheidungen andere und sich selbst verletzt. Sie musste lernen, wieder auf andere zu vertrauen und sich auch ihrem Gefährten gegenüber als respektabler Gegenpol präsentieren zu können. Tyran hingegen ist Alpha durch und durch und verantwortlich für die spicy Szenen, die hier definitiv nicht zu kurz gekommen sind. Seine Dominanz war spürbar und doch hat er es meiner Meinung nach nicht übertrieben, sodass der Umgang zwischen ihnen stets respektvoll und auf Augenhöhe war. Das fand ich sehr gut und möchte ich an dieser Stelle nochmal positiv hervorheben. Auch wenn ich mir noch mehr charakterliche Tiefe und Verbundenheit zu den Protagonisten gewünscht hätte, war es doch unterhaltsam, ihrem Spiel miteinander zuzuschauen.

Das Buch hat einen schönen Grundfluss und somit auch eine gute Grundspannung, auf der die Handlung aufbaut. Dadurch, dass die Ereignisse in rascher Abfolge vonstatten gingen, wurde es nicht langweilig und blieb sehr unterhaltsam. Die spicy Szenen waren natürlich da, fanden allerdings nicht ausartend seitenlang statt, sodass der Fokus trotzdem auf der Handlung blieb. Mich konnte das Buch auch mit den Fantasyelementen und dem Kampf gegen den unerbittlichen Alpha von Senecas Rudel packen, sodass ich gerne weiterlesen wollte.

Insgesamt war das Buch für meinen persönlichen Geschmack etwas sehr derb und spicy, war mir der Tatsache aber auch von Anfang an bewusst. Wer solche Geschichten mag, hat in Rabid eine spannende Handlung, tolle Protagonisten auf Augenhöhe und viel Drama, das eine unterhaltsame Mischung ergibt. Aus diesem Grund vergebe ich diesem Buch auch tolle 4 Sterne und vergebe eine Empfehlung, wenn man sich des Genres bewusst ist.

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