Freitag, 16. Januar 2026

Wild Reverence

Autor/in: Rebecca Ross
Verlag: LYX
Seitenzahl: 816
Erscheinungsdatum: 28.11.2025
Zeitraum: 31.12.2025 - 15.01.2026
Bewertung: 5 Sterne
Band der Reihe: 3/3

Inhalt:
Matilda lebt als jüngste Göttin im Untenreich in ständiger Gefahr vor den Grausamkeiten der Götter. Denn sie birgt ein Geheimnis: Sie hat Gefühle für einen Sterblichen. Als Kind hat sie sich mit Vincent, dem Sohn eines Lords, angefreundet. Doch um ihn vor den Göttern zu schützen, nimmt Matilda Abstand von der Menschenwelt, bis Vincent in Lebensgefahr schwebt und sie nicht anders kann, als ihm zu Hilfe zu eilen. Vincent, inzwischen selbst ein attraktiver, aber kalter Lord, steht kurz vor der Schlacht um seine Heimat. Und Matilda ist die Einzige, die ihm helfen kann — indem sie sich als seine Ehefrau ausgibt. Doch hat eine Liebe zwischen einer Göttin und einem Sterblichen überhaupt eine Chance?

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Schon die Divine Rivals Reihe konnte mich von sich überzeugen, doch dieses Prequel hat das Ganze nochmal getoppt. Die Geschichte von Matilda und ihren Erlebnissen auf der Erde hat mich fasziniert, begeistert und emotional berührt. Eine grossartige Geschichte, die mich wahnsinnig gut unterhalten konnte.

Die Welt, in der dieses Buch spielt, hätte theoretisch schon bekannt sein müssen, fühlte sich aber doch ziemlich anders an als in der Dilogie zuvor. Man erlebte eine ganz neue Welt mit neuen Protagonisten und ich verstand endlich, was es mit den Gottheiten und ihren Kämpfen so auf sich hatte, was mir in der Hauptreihe zuvor immer etwas gefehlt hat. Hier wurde viel Zeit in den Weltaufbau und dessen Erklärung investiert, was ich sehr schön fand und endlich Licht in dieses wichtige Elemente aus Divine Rivals gebracht hat. So wurden doch Elemente wie Enva oder die Schreibmaschinen eingebaut, es fühlte sich mehrheitlich aber wie eine eigenständige Geschichte an. Das Buch zeichnete sich mit einer detailreichen Darstellung der Göttern und ihrer Regeln aus. Ich fand es spannend, die verschiedenen Figuren kennenzulernen und deren Machtkämpfe beobachten zu können. In all dem stand Matilda als Heroldin der Götter, die sich in der Menschenwelt plötzlich zuhause fühlte. Die Geschichte war dabei ganz speziell aufgebaut und erzählt, da es sich mehr nach einer Biografie unserer Protagonistin anfühlte und sich lange Zeit genommen wurde, bis man endlich verstand, was die Handlung des Buches sein soll und welchen Konflikt es zu lösen galt. Das Buch war so vielfältig in verschiedenen Aspekten der Handlung, dass dies wiederum ein spannendes Element ist, welches stören kann, mich hier aber vollkommen gefesselt hat. Es war unberechenbar und man wusste nie so ganz, in welche Richtung die Geschichte nun abbiegen wird. 

Die Protagonistin Matilda wächst in einer Umgebung auf, die für ein Kind der Götter wahnsinnig gefährlich ist. Gemeinsam mit ihrer Mutter ist sie im Untergrund, der nur darauf wartet, bis man Schwäche zeigt, um dann hinterrücks anzugreifen. Dies muss auch die junge Matilda schmerzhaft lernen, bevor sie noch andere Umgebungen im Reich der Sterblichen und darüber hinaus kennenlernen kann. In ihrem Wesen ist Matilda wahnsinnig authentisch und nahbar, sympathisch zugleich. Auch ihre Vertrauten halfen ihr dabei, sich selbst zu finden und ihre eigenen Wege zu gehen. Durch die Tatsache, dass man Matilda ab dem Zeitpunkt ihrer Geburt begleitet, entwickelt man eine grosse Verbundenheit zu ihr, was sie zu einer tollen Protagonistin ausgemacht hat. Auch später, als sie in der Menschenwelt auf Vincent trifft, handelt sie eigenständig und ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Mit ihm zusammen lernt sie eine ganz neue Art zu leben kennen und verliebt sich immer mehr in die Menschen und ihre Welt. Die Geschichte der beiden hat mich zutiefst berührt und mitgenommen. Eine tragische Geschichte zweier Welten, die so gar nicht existieren sollten und sich dennoch gemeinsam gefunden haben. Die Protagonisten waren einfach eine grossartige Mischung, die das Buch wahnsinnig bereichert haben. 

Das Buch war in seiner Handlung definitiv etwas anders, was zuerst gewöhnungsbedürftig war. Wie bereits erwähnt erlebt man die Biografie von Matilda und beginnt dabei ganz am Anfang. Es dauert dabei relativ lange, bis man den Hauptteil der Handlung erkennen kann und sieht, wohin die Geschichte noch führen wird. Trotz verschiedener Handlungsstränge konnte dennoch viel Spannung aufgebaut werden und mich die Geschichte vollkommen in ihren Bann ziehen. Dies war eine unterhaltsame Mischung, die ich wahnsinnig gerne mochte.

Insgesamt ist Wild reverence ein Buch, das mich noch mehr als die Hauptreihe selbst packen und mit dem Setting und den Protagonisten begeistern konnte. Ich tauchte vollkommen in eine neue Welt ein und wollte gar nicht mehr damit aufhören. Aus diesem Grund vergebe ich diesem Buch auch verdiente 5 Sterne und kann es nur weiterempfehlen.


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