Dienstag, 11. Februar 2025

Fire in the flesh - Eine Liebe im Schatten

Autor/in: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 800
Erscheinungsdatum: 16.10.2024
Zeitraum: 30.01.2025 - 10.02.2025
Bewertung: 2.5 Sterne
Band der Reihe: 3/4

Inhalt:
Nach einem schrecklichen Verrat befinden sich Sera und Nyktos in der Gewalt des falschen Königs der Götter. Kolis glaubt, in Sera die Wiedergeburt seiner großen Liebe gefunden zu haben, und wenn sie Nyktos befreien und einen Krieg zwischen den Primaren verhindern will, muss Sera dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Zwar wurde sie ihr ganzes Leben lang darin ausgebildet, einen Gott zu verführen – doch einen Gott zu verführen, während ihr Herz einem anderen gehört, darauf war sie nicht vorbereitet.

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Fire in the Flesh führt uns erneut tief in die faszinierende und düstere Welt der Götter, Primaren und Menschen. Die Geschichte setzt nahtlos an die Ereignisse des zweiten Bandes an und bietet einen intensiven Start, der sowohl blutig als auch emotional aufwühlend ist. Doch leider ist mir in diesem Band einfach zu wenig passiert und ich finde es schade, dass sich die Autorin so sehr in ihrer Geschichte verliert.

Der Weltaufbau und die Idee hinter der Geschichte ist überragend und schon fast überwältigend, da man immer und immer wieder neue Erkenntnisse gewinnt, die alles bisher geglaubte über den Haufen werfen. Zudem ist die Handlung eng mit der Reihe von Poppy verknüpft, was es nicht einfacher macht. Mit so vielen Bücher, die so dick sind und sich über eine lange Zeit erstrecken und mit Abstand zueinander erscheinen, ist das Behalten des Überblicks über alles eine schier unmögliche Aufgabe. Mir fiel es wirklich schwer, in diese Geschichte einzutauchen und mit dem Erkenntnisgewinn der Protagonisten mithalten zu können. Das finde ich sehr schade, da das Potential der Geschichte irgendwie nicht überzeugend umgesetzt werden kann. Ich vermisste zwischen dem ganzen Gerede einfach total eine packende Handlung, die mich abgesehen davon unterhalten hätte können. Es ist wirklich langatmig und teilweise langweilig, weil seitenlang nur gesprochen wird und es immer wieder um die gleichen Themen geht. So ist auch der Schreibstil der Autorin sehr langatmig und konnte mich hier so gar nicht packen. Ich fand es total schade, dass sie mich nicht mitnehmen könnte und mich mit der Reihe schon langsam verloren hat. Ich wünschte mir wirklich mehr Handlung und weniger Blabla, da das Buch auch einfach so dick ist und verglichen dazu praktisch nichts passiert ist.

Sera bleibt eine starke und kluge Protagonistin, die in diesem Band erneut mit ihrer Entschlossenheit und List überzeugt. Besonders eindrucksvoll ist, wie sie trotz ihrer schwierigen Lage und der ständigen Bedrohung durch Kolis immer wieder kleine Siege erringt, ohne dabei unrealistisch perfekt zu wirken. Ihre Fehler machen sie greifbar und menschlich. Kolis ist ein überzeugender Antagonist, dessen unberechenbare Art die Spannung aufrechterhält. Seine Interaktionen mit Sera sind fesselnd und bringen die Dynamik der Geschichte voran. Nyktos, der in diesem Band eine eher zurückhaltende Rolle einnimmt, bleibt dennoch ein Highlight, da seine Verbindung zu Sera weiterhin emotional tiefgründig und authentisch dargestellt wird. Die Protagonisten mag ich von dem her wirklich gerne und möchte sie auch gerne weiterhin verfolgen.

Fire in the Flesh war leider wirklich eine Enttäuschung für mich. Ich liebe die Reihe und die Protagonisten und war so gespannt darauf, wie sie sich aus dieser misslichen Lage befreien werden. Doch die Umsetzung ist der Autorin wirklich misslungen. Es war ein sehr zähes Buch mit viel Gelaber und wenig Handlung, was mich irgendwann einfach total gelangweilt hat. Aus diesem Grund ist es leider ein Flop und erhält nur 2.5 Sterne von mir.

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