Verlag: FischerTOR
Seitenzahl: 496
Erscheinungsdatum: 25.09.2024
Zeitraum: 22.12.2025 - 07.01.2026
Bewertung: 4 Sterne
Band der Reihe: 1
Inhalt:
Kiela hat es nicht so mit den Menschen – was als Bibliothekarin in der Hauptstadt des Reiches auch kein Riesenproblem ist. Doch als eine Revolution ausbricht und fast die gesamte Bibliothek ein Opfer der Flammen wird, flieht sie auf die abgelegene Insel, auf der sie aufgewachsen ist, und beginnt noch einmal ganz von vorne. Sie bezieht ein kleines, gemütliches Cottage, stellt die beste Marmelade her und lernt die Menschen vor Ort kennen. Mit dem durchaus attraktiven Seepferdchenzüchter von nebenan bahnt sich sogar so etwas wie eine … Geschichte an. Doch auch fern der Hauptstadt gibt es Probleme, die nur schwer zu lösen sind. Zum Glück befinden sich in den Bücherkisten, die sie vor den Flammen retten konnte, einige nützliche Zaubersprüche, mit denen sie die Dinge ins Lot bringen könnte. Wenn es nur nicht strengstens verboten wäre, sie anzuwenden.
Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):
Ein Buch, das mit seiner unglaublichen Stimmung und den süssen Protagonisten absolut überzeugen konnte. Man fühlte sich in diesem kleinen Cottage auf einer abgelegenen Insel einfach wohl und kann vollkommen in eine andere Welt eintauchen.
Dieses Buch lebt absolut von seiner Stimmung und dem Gefühl, das vermittelt werden kann. Auch wenn es eher ruhig und wenig aufregend ist, packt es dennoch mit einer Atmosphäre, die wahnsinnig einnehmend ist. Gemeinsam mit Kiela landet man hier auf einer kleinen Insel und trifft auf das kleine Cottage ihrer Heimat, das sie liebevoll wieder zum Leben erwecken möchte. Gemeinsam mit der kleinen Prise Magie, die immer wieder eingestreut wird, ergibt sich daraus eine unglaublich schöne Atmosphäre, in der man sich einfach wohl und zuhause fühlen muss. Auch der Schreibstil der Autorin trägt auf eine schöne Weise zu diesem Gefühl bei. Ich konnte das Lesen sehr geniessen und liebte die kleinen Details, wie die sprechenden Pflanzen, die zu meinen Highlights dieses Buches gehörten.
Ich habe die Protagonisten geliebt, auch wenn es vorallem die Nebencharaktere waren, die mich besonders begeistern konnten. Kiela ist Bücherwurm durch und durch. Ihre Leidenschaft und Hingabe hat mich vollkommen mitreissen können und ich habe es geliebt, wie sie mit ihren Mitmenschen und anderen Wesen umgegangen ist. Sie hat ihr Herz am rechten Fleck und konnte mit einer authentischen und liebevollen Art alle Sympathien für sich gewinnen. Auch wenn sie teilweise etwas naiv und unschuldig war, mochte ich sie und ich konnte auch ihre Handlungen verstehen. Ganz besonders geliebt habe ich ihre pflanzlichen Begleiter, die humorvoll, zuckersüss und wahnsinnig lustig waren. Ich konnte gar nicht genug von Miep und co. bekommen und habe diese kleine besondere Familie total geliebt. Auch die Dorfbewohner wurden im Lauf der Geschichte zu tollen Freunden und Unterstützern, die als Protagonisten wahnsinnig gut gelungen waren. Der einzige, den ich nicht ganz gefühlt habe, war allerdings der Love-interest. Mir persönlich blieb dieser Charakter zu blass und wenig tiefgründig, sodass ich weder die Verbindung zwischen ihm und Kiela, noch ihn als Hauptcharakter wirklich gefühlt habe. Ich spürte zu wenig zwischen den beiden, um die Geschichte auch als Liebesgeschichte aufzufassen, was etwas schade war.
Das Buch war von der Handlung her eher unaufgeregt und ruhig, konnte daher mehr mit der schönen Atmosphäre und den Protagonisten überzeugen. Es baute sich jetzt keine riesige Spannung auf, konnte mich aber dennoch schön unterhalten und ich mochte die Dynamik im Buch sehr gerne. Man muss sich hier auf eine eher langsamere aber schön gestaltete Handlung einlassen, was mir gut gefallen hat.
Insgesamt war Spellshop ein tolles Leseerlebnis mit schöner Atmosphäre und tollen Protagonisten, die mich total packen und wohlfühlen lassen konnte. Ich habe das Lesen genossen und vergebe deshalb auch tolle 4 Sterne für dieses Buch.

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