Sonntag, 15. Februar 2026

Silver lights - The more I love you

Autor/in: Bianca Iosivoni
Verlag: Penguin
Seitenzahl: 432
Erscheinungsdatum: 28.01.2026
Zeitraum:
Bewertung: 4 Sterne
Band der Reihe: 2/2

Inhalt:
Niemals hätten Shae und Beck erwartet, dass ihr Fake-Dating-Deal eine solche Wendung nehmen und ihr Leben dermaßen auf den Kopf stellen würde. Gerade waren sie einander noch so nahe wie nie zuvor – jetzt ist eine gemeinsame Zukunft unmöglich. Während Shae ein unvorstellbares Opfer gebracht hat, hofft Beck, zumindest seinen Pub gerettet zu haben. Doch der Schein trügt, denn schon bald holt ihn seine Vergangenheit erneut ein. Und auch Shae muss eine Entscheidung treffen, die alles verändern könnte. Die Angst, nie wirklich frei zu sein, hat sie beide fest im Griff. Und als ein schreckliches Geheimnis ans Licht kommt, drohen Shae und Beck endgültig alles zu verlieren, was ihnen je etwas bedeutet hat.

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Mit dem Abschlussband rund um Shae und Beck liefert Bianca Iosivoni ein emotionales, spannungsgeladenes Finale im Golden-Bay-Universum – und für viele Fans ist genau diese Geschichte längst zu einer Herzensangelegenheit geworden.

Was als Fake-Dating-Deal begann, ist längst zu etwas Echtem geworden. Doch gerade als Shae und Beck sich näher sind als je zuvor, scheint eine gemeinsame Zukunft unmöglich. Shaes Opfer wiegt schwer, Beck kämpft um seinen Pub – und um seine Vergangenheit, die ihn schneller einholt, als ihm lieb ist. Als schließlich ein dunkles Geheimnis ans Licht kommt, steht alles auf dem Spiel.

Schon optisch fügt sich das Buch wunderschön in die Reihe ein. Das Cover erinnert mit seinen warmen Farben an einen Sonnenuntergang über dem Meer und passt perfekt zu den anderen Bänden aus Golden Bay und der „Canadian Dreams“-Reihe. Es fühlt sich vertraut an – wie ein Nachhausekommen.

Und genau dieses Gefühl zieht sich durch das ganze Buch. Golden Bay ist mehr als nur ein Setting; es ist ein Ort, der lebt. Die Atmosphäre, die Beschreibungen des Ortes und der Gemeinschaft sorgen dafür, dass man sofort wieder mittendrin ist. Es ist schön, bekannte Gesichter wiederzutreffen, die Freundesgruppe erneut zu erleben und zu sehen, wie sehr alle zusammenhalten. Man spürt, wie sehr diese Welt gewachsen ist – und wie viel Potenzial noch in ihr steckt.

Shae und Beck haben im Verlauf der Dilogie eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht. Beck war für viele Leser*innen schon zuvor ein Lieblingscharakter, und auch hier zeigt er eine enorme Reife. Seine innere Zerrissenheit, sein Verantwortungsgefühl und seine Loyalität machen ihn unglaublich greifbar. Shae wiederum wirkt nach außen oft stark und kontrolliert, doch in diesem Band zeigt sie verletzlichere Seiten. Ihre Entscheidungen sind mutig – manchmal schmerzhaft –, aber immer nachvollziehbar. Gemeinsam haben die beiden eine intensive Dynamik, die berührt.

Allerdings liegt der Fokus dieses Bandes stärker auf der äußeren Handlung und den Suspense-Elementen. Die Geschichte treibt die Konflikte konsequent voran, Geheimnisse werden gelüftet, Bedrohungen nehmen Raum ein – und dadurch rückt die Liebesgeschichte zeitweise etwas in den Hintergrund. Das mag nicht jede*n vollständig überzeugen, vor allem wenn man sich mehr romantische Momente gewünscht hat. Gleichzeitig sorgt genau dieser Fokus für Spannung: Nach dem Ende des ersten Bandes möchte man unbedingt wissen, wie alles aufgelöst wird.

Emotional kann das Buch dennoch überzeugen. Zwischen all der Spannung gibt es leise, intensive Szenen zwischen Shae und Beck, die zeigen, warum sie so gut zusammenpassen. Die Themen, die Bianca Iosivoni aufgreift, sind nicht immer leicht – es geht um Freiheit, Schuld, Vergangenheit und die Angst, nie ganz loslassen zu können. Diese Ernsthaftigkeit verleiht der Geschichte Tiefe und macht sie trotz kleiner Schwächen berührend.

Insgesamt ist dieser zweite Band vielleicht nicht ganz so stark wie der erste, aber er bietet einen stimmigen, emotionalen Abschluss für Shae und Beck. Für Fans der Reihe ist es ein bittersüßer Abschied – verbunden mit der Hoffnung, noch einmal nach Golden Bay zurückkehren zu dürfen. Und wenn man ehrlich ist: Man würde sofort wieder dorthin reisen.

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