Dienstag, 29. September 2020

It was always love

 

Autor/in: Nikola Hotel
Verlag: Kyss
Seitenzahl: 459
Erscheinungsdatum: 15.09.2020
Zeitraum: 20.09.2020 - 27.09.2020
Bewertung: 4.5 Sterne
Band der Reihe: 2/2

Inhalt:
Weg. Einfach nur weg. Das ist Aubrees einziger Gedanke, als sie nach einer Studentenparty von der Uni fliegt. Sie kauft sich ein uraltes Auto, schmeißt die wenigen Dinge, die sie besitzt, in den Kofferraum und flieht zu ihrer besten Freundin Ivy nach New Hampshire. Dort will sie nichts anderes, als sich die Decke über den Kopf ziehen und an nichts mehr denken. Nicht an diese Nacht. Nicht an die Party. Und vor allem nicht an das Foto, das seitdem von ihr im Internet kursiert. Doch das funktioniert nicht. Denn statt ihrer Freundin trifft sie auf Noah, Ivys Stiefbruder. Mit seiner impulsiven, aber überraschend sensiblen Art ruft Noah Gefühle in ihr hervor, die sie gerade gar nicht gebrauchen kann. Und die sie trotzdem mit sich reißen wie ein Sturm …

Meine Meinung zum Buch (spoilerfrei):

Eine wirklich wunderschöne Fortsetzung, die mich besonders mit dem männlichen Hauptprotagonisten überzeugen konnte. Bereits nach dem ersten Teil habe ich mich wahnsinnig auf Noahs Geschichte gefreut, denn mit seiner fröhlichen Art konnte er mich schon damals bereits begeistern.

Aubree ist definitiv eine coole Protagonistin, die stark ist und ihre eigene Meinung klar vertritt. Ich habe sie in mein Herz geschlossen und mochte sie wirklich gerne. Ihr Umgang mit Noah war echt locker und sie konnte ihm gut ihre Meinung mitteilen. Sie ist auf jeden Fall eine aussergewöhnliche Protagonistin und ich habe ihre Geschichte wahnsinnig gerne begleitet.
Nur manchmal konnte ich Aubree leider einfach nicht nachvollziehen. Die Dramen, die sie aufgebaut hat, hätte man meiner Meinung nach verhindern können. Beispielsweise die Sache auf der Party, die sie allen anderen nur halb erzählt hat und die entlastende Tatsache einfach weggelassen hat, sodass alle schlechtes von ihr hielten. Ich habe einfach nicht verstanden, warum sie das gemacht hat. So hat sie etwas künstliche Dramen erzeugt. Auch ihren Nachnamen hätte sie Noah erzählen können, das ist wirklich nichts, was sie verheimlichen müsste.

Noah war ein absoluter Sonnenschein. Aber auch er hat seine zwei Seiten. Zum einen ist er sehr fröhlich, offen und ein toller Freund. Zum anderen spricht er nicht gerne über seine Familie, Probleme oder die Vergangenheit. So ist er auch sehr mysteriös und Spannung wurde aufgebaut. Besonders seine lockere und humorvolle Art hat es mir angetan. Er ist ein Bookboyfriend erster Klasse.

Die Chemie zwischen Aubree und Noah hat von Anfang an gestimmt. Es gab so viele lustige und verrückte Situationen, in denen ich gemerkt habe, dass die beiden sich perfekt ergänzen. Ich habe die Liebe und Emotionen zwischen beiden gefühlt - einer der wichtigsten Punkte an einem Liebesroman.

Ich mochte sehr gerne, dass auch Ivy und Asher ihren Teil in der Geschichte bekommen haben, auch wenn der gerne grösser hätte sein können. Mir hat etwas diese Familienbindung gefehlt, die zuvor eine grosse Rolle gespielt hat. Mein grösster Kritikpunkt war aber die Lücke zum ersten Teil. Es wird erzählt, dass es eine grosse Lücke zwischen Noah und seinem Vater gibt. Das war ja noch wirklich nachvollziehbar, denn davon wurde auch schon im ersten Teil etwas erzählt. Als dann aber auf einmal auch Ivy und Asher gegen ihn geschossen haben, konnte ich das nicht mehr verstehen. Für mich waren die beiden Brüder immer ein Herz und eine Seele und hier herrschte eine sehr grosse Spannung zwischen den beiden. Da hat mir eine Erklärung gefehlt von dem, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Nikolas Schreibstil hat mich wieder umgehauen. Es war unfassbar lustig und unterhaltsam. Alleine schon die Situation am Anfang, als Noah die Tür eingetreten hat, hat mir so einige Lacher entlockt. Aber nicht nur die witzige Seite, auch die Emotionale wurde perfekt umgesetzt. Ich habe etwas gefühlt und mitgelitten, was einfach wundervoll ist. Ausserdem war auch die Spannung konstant da und die Handlung sehr fesselnd.

Die Stimmung im Buch war sehr schön, kam aber einfach nicht an die des ersten Teiles heran. Für mich hat die Insel in Band eins eine wahnsinnige Faszination ausgeübt und eine Atmosphäre geschaffen, die ich sehr genossen habe. Hier liegt der Fokus auf der Universität, in der Ivy und Noah studieren. Das war eher normal und nicht so aussergewöhnlich wie zuvor.
Auch die Spannung und Faszination hat nicht ganz das gebracht, was ich mir erhofft habe. Besonders nach den überwältigenden Rezensionen, die ich schon dazu gelesen habe. Ich hatte wirklich sehr viel Spass beim Lesen, mochte den Schreibstil und die Geschichte. Doch im Vergleich zu Band eins war dieses Buch etwas schwächer. Es hat sich viel um den gleichen Punkt gedreht, was zuvor einfach nicht so war. Gelangweilt war ich aber nicht, und das ist die Hauptsache.

Abschliessend bekommt das Buch von mir gute ⭐️⭐️⭐️⭐️.5 Sterne und ein grosses Lob an die Autorin. Der Schreibstil war mega gut, genauso wie die Protagonisten, die Nikola hier erschaffen hat.

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